Lu Düsenbär

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Dienstag, 12. Juni 2018

Finn & ich - Mein erstes Basketballspiel


 Liebe Luisa,

oh wow, was habe ich für ein Glück. Nicky hat mich gefragt, ob ich mit ihr nach Denver Fliegen möchte und das Coolste ist, ihr Sohn Finn kommt auch mit und sie haben etwas ganz tolles geplant. Sie hat mir aber noch nicht verraten was und ich bin jetzt so mega aufgeregt. Du weißt ja, das mein zweiter Vorname NEUGIER ist.

Jetzt werde ich den ganzen Flug auf heißen Kohlen sitzen, aber ich freue mich riesig wieder unterwegs zu sein und vor allen Dingen, dass Finn mit dabei ist.

Nicky und Finn kommen aus Düsseldorf und sind an dem Tag angereist. Vor dem Flug hatten wir noch Zeit uns kennen zulernen und ein bisschen zu plaudern. Finn ist richtig cool und ich habe mich riesig gefreut, dass er mitgekommen ist. Ich habe  die ganze Zeit versucht heraus zu bekommen, was sie vor haben, aber er hat dicht gehalten. So ein Mist.


Und los ging es. Auf nach Denver. Das liegt in den USA und zwar im Bundesstaat Colorado. Man sagt auch Mile High City, weil Denver fast 1000 m über dem Meer liegt. Das ist ganz schön hoch.

Nicky hat gesagt, dass manchen diese Höhe ein bisschen zu schaffen macht, weil die Luft da schon ein bisschen dünner ist. Sie bekommen dann  Kopfschmerzen oder können nicht ganz so schnell Joggen. Fand ich sehr interessant.

Vor dem Spaß kam aber die Arbeit. Man fliegt über 10 Stunden nach Denver. Ganz schön lang. Zwischendurch hatte ich mal kurz Zeit aus dem Fenster zu gucken und die tolle Aussicht zu genießen. Ich mag es ja sehr, wenn wir über Neufundland und Grönland fliegen. Es sieht oft so toll aus. Da kann ich mich gar nicht satt dran sehen.

Die Farben sind immer so toll. Aber da unten wohnen möchte ich auch nicht. Ist bestimmt total kalt.
So, aber ein bisschen Arbeiten musste ich auch. Nach dem Essensservice haben wir ganz oft Safttabletts gemacht, damit die Gäste etwas zu trinken bekamen. Das ist immer ganz wichtig. Im Flugzeug ist die Luftfeuchtigkeit ganz gering und der Körper trocknet schneller aus, deshalb muss man da oben viel mehr Trinken, als auf dem Boden.

Wenn wir mit dem Safttablet durchgehen, können wir auch immer sehen, ob es den Gästen gut geht oder Fragen beantworten. Es gibt auch Gäste die ein bisschen Angst vor dem Fliegen haben und die sind immer beruhigt, wenn sie jemanden von der Crew in der Kabine sehen. Also haben wir direkt ganz viele Dinge auf einmal erledigt, wenn wir durch die Kabine gehen.

Nach über zehn Stunden sind wir dann endlich in Denver gelandet. Puh, ich war ganz schön müde und meine Bärenfüsse haben richtig weh getan, so viel bin ich heute gelaufen. Im Bus, der uns zum Hotel bringt, hat Nicky mich sicher angeschnallt. Hahaha, so bin ich auch noch nie Bus gefahren, aber es hat irgendwie gut getan mal die Füße baumeln zu lassen.

Im Hotel hatten wir gar nicht viel Zeit. Schnell ins Zimmer, kurz mal frisch machen und schon bin ich mit Nicky und Finn los.

Ich wusste immer noch nicht wohin und die zwei hatten einen riesigen Spaß mir die Überraschung noch nicht zu verraten. Sie haben gesagt, wir fahren zum  Pepsi Center.  Ich dachte, da würde Pepsi hergestellt und man könnte da alles probieren, wie im Coca Cola Museum in Atlanta.

Hahahaa, was haben die beiden gelacht, als sie meine Augen gesehen habe, weil ich feststellen musste, dass das Pepsi Center eine großes Stadion ist.

Luisa! Wir sind zum Basketball gegangen. Ist das nicht mega cool? Basketball in den USA! Wow, ich konnte es gar nicht fassen. Ich war auf einmal wieder hellwach. So viele Leute strömten ins Stadion und es war eine ganz tolle Stimmung. Alle waren fröhlich und haben sich auf das Spiel gefreut. Heute spielten die Denver Nuggets gegen die Minnesota Timberwolves. Du kannst dir ja vorstellen zu welcher Mannschaft ich gehalten habe.

Wir haben uns vor dem Spiel noch mit Essen und Trinken versorgt. Guck mal, meine Portion war größer als ich. Habe dann Finn und Nicky noch viel abgegeben.

Die Spieler "tanzen" irgendwie über das Spielfeld und sind riesig groß. Ich glaube ich habe noch nie so viele, so große Menschen auf einmal gesehen. Es war mega! Finn hatte irgendwie auf einmal ein kleines Formtief.
Dem steckte wohl der lange Flug und der wenige Schlaf in den Knochen. Er ist es ja auch nicht gewöhnt so lange wach zu bleiben. Da bin ich ja mittlerweile schon Profi drin. Er hat aber trotzdem tapfer durchgehalten und am Ende haben die Denver Nuggets gewonnen. Besser konnte es nicht sein.

Luisa, wir müssen unbedingt mal zusammen zu einem Basketballspiel in den USA gehen. Die Stimmung im Station ist unglaublich. Kann man gar nicht beschreiben. Irgendwie ganz anders als bei uns.

Nach dem Spiel waren wir dann alle froh, als wir endlich im Hotel waren und ins Bett konnten. War echt ein langer aber cooler Tag. Nicky, Finn und ich hatten jede Menge Spaß.

Am nächsten Morgen waren wir alle fit. Es ging zuerst einmal zum Frühstücken. Ich liebe ja amerikanisches Frühstück.

Finn hat sich eine Portion Pancakes bestellt. Das war vielleicht eine riesige Portion. Ich durfte auch einen haben.

Ich hatte auch etwas leckeres. Müsli mit Früchten und ganz leckerem Brot. In dem Brot waren auch Früchte drin und das hat richtig toll zum Müsli geschmeckt.

Das Wetter war kalt und es hat sogar geschneit! Na ja, Denver liegt ja auch hoch und in den Rocky Mountains. Wir sind durch die Stadt gelaufen und haben uns viel angeguckt. Finn hat nicht geglaubt, dass ich auf Bäume klettern kann. Habe ich ihm dann gezeigt, aber es war ganz schön rutschig und ich hatte ein bisschen Angst mit meinem Bärenpopo im kalten Schnee zu landen.
Zur Belohnung durfte ich für den Rest des Tages den Ausflug im Rucksack genießen. Da war es viel wärmer und trockener und vor allen Dingen musste ich nicht so viel Laufen.  

Abends waren wir dann froh, als wir wieder im Hotel waren. War ganz schön kalt und nass. Schön heiß geduscht und Finn und ich durften einen dicken Burger im Bett essen.

Auweia, wenn Mama das wüsste, aber es hat riesigen Spaß gemacht.

Der nächste morgen war toll. Strahlend blauer Himmel, kein Schnee mehr und wärmer war es auch. Wir haben uns dann noch einmal auf Entdeckungsreise gemacht. Heute musste ich allerdings Laufen.

Finn hat gesagt, ich sei zu schwer und ich könnte ruhig auch mal Laufen. Hat ja recht. Zwischendurch haben wir ein kleines Päuschen gemacht. Mit meinen kurzen Beinen ist es ja ziemlich anstrengend durch die Stadt zu laufen.

Guck mal Luisa, Verwandschaft. Dieser riesige Bär steht vor dem Denver Convention Center.Ich bin ganz schön mini im Vergleich zu ihm.Zum Glück ist der nicht echt. Da hätten die hier ganz schön Angst vor ihm.

Nicky hat mich gefragt, ob ich hier bleiben möchte, denn an dem Gebäude stand: Denver liebt Einwanderer. Ich bin dann aber doch lieber mit zurück nach Frankfurt geflogen.

Möchte  schließlich noch ganz viel von der Welt sehen, obwohl es mir in Denver auch gut gefallen hat. Es war ein ganz schönes Abenteuer.

Abends ging es dann zurück nach Frankfurt und ich war froh, als wir gelandet sind. War ein ziemlich anstrengendes Layover in Denver.

Viel geschlafen haben ich nicht und das viele Laufen steckt mir ganz schön in den Beinen. Ich glaube Finn war auch ganz froh, wieder nach Hause zu können. Es war für ihn auch anstrengend, aber auch ein ganz tolles Erlebnis. War erlebt schon so viele Sachen in so kurzer Zeit.


Das Wetter in Frankfurt war super als wir gelandet sind, aber ich war doch froh, als die beiden mich am Crew Check In abgegeben haben. Da habe ich dann erstmal ganz lange geschlafen und mich ausgeruht. Jetzt bin ich wieder bereit für neue Abenteuer!

Bis bald Luisa dein Lu





Dienstag, 7. April 2015

Mexico - Geschichte, Kunst, gutes Essen und dünne Luft

Holá Luisa,diesmal schreibe ich dir von meinem Flug nach Mexico City. Es war so aufregend! Mexico City ist die Hauptstadt von Mexiko, hier wohnen 8,8 Millionen Einwohner. Ganz schön viel, oder?  Hier spricht man Spanisch. Deshalb auch Holá, das heißt Hallo.

Die Stadt liegt 2310 m über dem Meeresspiegel. Das ist sehr hoch und der Sauerstoffgehalt ist geringer. Das macht sehr müde und schlapp. Deshalb muß man hier ganz viel trinken, damit man keine Kopfschmerzen bekommt (sagt meine Düsenmutti). 

Joggen gehen sollte man auch nicht unbedingt. Da kommt man ganz schnell aus der Puste, wenn man so wenig Sauerstoff in der Luft nicht gewöhnt ist. Hätte man mir besser auch mal vorher gesagt. Ich war am jappsen, wie ein alter Seebär. 


Es war ein sehr langer Flug (10:55 Std), aber die Crew von meiner Düsenmutti Cornelia war so witzig und lieb, sodass die Zeit wie im Fluge Zeit. 


Johannes, einer der lieben Kollegen meiner Düsenmama, hat mir sogar einen ganz tollen Hut gebastelt . 

Das Model "Kaffee-Tee" aus der aktuellen "Über-den-Wolken-Kollektion" von Johannes.
Haute Couture am Himmel. Tja, da kommt Lagerfeld und Co. nicht mit. 


Wir haben so gelacht und sehr viel rumgealbert, ich durfte sogar auch telefonieren oder in köstlichen Keksen baden. 
Ein Traum wurde wahr. Wer möchte nicht mal in Keksen baden.

Trotzdem war es sehr anstrengend, und ich war froh, dass wir auch auf diesem Flug die Möglichkeit hatten, uns in den gemütlichen Betten mal auszuruhen. 

Meine kleine Tatzen taten so weh. Ich weiß nicht, wieviele Kilometer ich auf diesem Flug gelaufen bin. Der Flug ist schon sehr lang und die Gäste haben viele Wünsche, die wir ihnen sehr gern erfüllt haben. Das ist ganz schön anstrengend. Sollte man gar nicht glauben. 


Obwohl wir nach der Ankunft alle sehr erledigt waren, sind ein paar von der Crew noch in ein Lokal direkt um die Ecke des Hotels gegangen und haben noch etwas gegessen und getrunken. 
Das war lecker sag ich Dir! Mexikanisches Essen ist wirklich sehr lecker!  

Da gibt es unter anderem leckere Nachos mit ganz köstlichen, verschiedenen Dips. Luisa, da hätte ich mich rein knien können. Habe ich aber nicht gemacht, wollte den anderen ja nicht den Appetit verderben. 


Das müssen wir mal zu Hause machen. Du wirst es lieben! Das verspreche ich dir. Ich habe ganz frische Avocados von hier mitgebracht. Ich werde dir davon die beste Guacamole machen, die du je gegessen hast. Großes Bären-Ehrenwort. Es gab dann noch Gambas mit frischem Gemüse. Lecker!



Später am Abend sind wir dann  erschöpft  in unser Bett gefallen. Diesmal war es so cool. Du, stell Dir vor, ich brauchte gar nicht alleine schlafen. 


Der Sohn meiner Düsenmutti hatte ihr eines seiner Kuscheltiere mitgegeben, Mr. Mouse und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. 


Haben noch so viel Blödsinn im Bett gemacht. Kissenschlacht, rum gehüpft, Saltos und und und. Kennst mich ja. Das ging eine ganze Zeit lang gut, bis die Düsenmutti meinte, dass jetzt Ruhe sei. 


Ups. Dann haben wir uns brav in die Kissen verkrochen und tief und fest geschlafen.



Am nächsten Morgen gab es etwas ganz Besonderes. Ich habe gedacht, ich träume das. Ich bin aufgewacht, weil es auf einmal ganz wunderbar und intensiv nach köstlichem Kaffee geduftet hat. Meine Düsenmutti ist Italienerin, und hatte ihre eigene Espressomaschine dabei. Das war eine tolle Überraschung!

Kannst du dir vorstellen, wie blöd ich aus der Wäsche geguckt habe. Mr. Mouse kannte das ja schon, der musste sich den Bauch halten vor lauter Lachen. So komisch muss ich ausgesehen haben. Bin froh, dass die Düsenmutti nicht in dem Moment auf den Auslöser gedrückt hat.  


Wir haben erst Mal gemütlich leckeren Espresso im Bett getrunken. Köstlich! Genau die richtige Art den Tag zu starten. Könnte ich mich glatt dran gewöhnen.


Dann waren wir mit einer anderen Düsenmutti, die einen Tag vor uns ankam, lecker frühstücken. Es gab ganz frische Säfte und wieder so leckeres Essen!

Luisa ich glaube nach meinem Praktikum, bin ich ein Riesenbär. Soviel gute Sachen, die ich überall esse und trinke, das muss einfach gesund sein.


Den Rest des Tages haben wir viele tolle Dinge unternommen. 

Wir sind auf einen Markt gefahren, wo es jede Menge viele bunte, selbstgemachte Sachen gab. Es war so toll. 


Es gab ganz viele mexikanische Hüte, Sombreros nennt man sie. Es gab sogar welche in meiner Größe. Steht er mir nicht gut?


Die Mexicaner sind so nett, fröhlich und farbenfroh. Sie haben wunderschöne Musik, da bekommt man direkt gute Laune. Diese Musik, die Farben, das Lachen, es steckt direkt an. 


Danach waren wir im Casa Azul. Das ist das Haus von der Künstlerin Frida Kahlo. 

Sie kam von hier und hat die meiste Zeit ihres Lebens in diesem Haus verbracht. 
Heute ist es ein Museum. Es heißt Casa Azul, weil es wunderschön blau angestrichen ist. 
Im Haus waren viele ihrer Kunstwerke. 

Mir hat es draußen besser gefallen. Dort waren schöne Bäume und ein uriger Garten. Die Frida hatte schon einen seltenen Humor. Schau mal, was hier für lustige Kameraden rumstehen.

Danach sind wir zur Tempelanlage Teotihuacán gefahren. Die liegt ca. 45km von Mexico Stadt entfernt. Das war toll. Ich kam mir vor wie ein Abenteurer. 


Es ist eine wirklich alte Stadt. Ihre Blütezeit war so von 100 v. Chr bis 750 n. Chr. Stell dir das mal vor! Die gab es schon vor unserer Zeitrechnung.

Das ist so alt, das kann ich gar nicht glauben. Es gibt dort die berühmten Pyramiden. Ich war sogar auf einer drauf. 


Als wir oben waren, haben wir ziemlich nach Luft geschnappt. Puhhh, ist die Luft hier dünn. Es war ein unglaubliches Gefühl und ich hatte einen so fantastischen Blick. Das werde ich nie vergessen. 

Luisa, ich habe bis jetzt noch nie so etwas Altes und Historisches gesehen. Das hat mich tief beeindruckt. Ich war dort  fast schon ein bisschen ehrfürchtig.

In dieser Anlage ist ein Tunnel zwischen Sonnenpyramide und dem Tempel der gefiederten Schlange. Die Namen fand ich schon so toll. 

Der Tunnel soll der Eingang zur Unterwelt diese Kultur gewesen sein. In dem Tunnel waren über 50.000 Schätze. Edelsteine, Statuen, Muscheln und vieles mehr. Diese Schätze waren fast 2000 Jahre verborgen. Das fand ich so unglaublich.


Es war alles so spannend dort. Ich hätte nie gedacht, dass irgendetwas so lange halten kann. Man kann noch ganz viel erkennen. Unglaublich, was die Menschen damals schon erschaffen haben. Ich frage mich, was man in 2000 Jahren noch von uns findet. 


Ach Luisa, das ist so unglaublich aufregend. Stell dir mal vor, man würde meine Reisebriefe und die Fotos finden. Wäre das nicht cool!

Es war ein wunderschöner und anstrengender Tag und zum krönenden Abschluss gab es wieder leckeres Essen. Gut, dass ich so ein dickes Fell habe, und es somit nicht so schnell auffällt, wenn ich ein paar Gramm zunehme … Nach den ganzen Eindrücken, die an diesem Tag auf mich eingeprasselt sind, bin ich im Hotel sofort eingeschlafen. Ich habe ganz wilde Sachen geträumt. 


Diese vielen Informationen muss mein kleines Bärengehirn erst Mal verarbeiten und sortieren. 

Ich habe so viele neue Eindrücke und ich werde immer verwirrter, was ich später mal werden möchte. Forscher, Pilot, Koch, Flugbegleiter, Geschichtenerzähler oder, oder, oder….. 


Ich bin so froh, dass wir ausgemacht haben, dass ich dir alles schreibe. Ich habe Angst, dass ich sonst einige dieser unglaublichen Abenteuer vielleicht vergessen würde. So viele faszinierende Sachen, kann man sich einfach nicht alle merken. Verwahr alle Briefe! Dann können wir immer wieder in meinen Abenteuern stöbern. 


Weißt du, was mir noch aufgefallen ist. Es gibt in den Ländern auch so unterschiedliche Tiere und Vögel. Spatzen und Tauben habe ich bis jetzt aber in jedem Land gesehen. Das fand ich lustig, aber es gibt ganz tolle andere Vögel überall. 


Sie sind viel bunter und sie singen ganz anders, als die, die wir bei uns haben. Ich habe einen klitzekleinen Kolibri hier gesehen. Luisa, der ist so winzig und so schön. Faszinierend, was für schöne Dinge die Natur erschaffen hat. 

Ich erlebe wirklich so viel schöne Sachen und hoffe, dass Du viel Spaß an meinen Geschichten findest.


Bis hoffentlich ganz bald Luisa


Hasta luego!



dein Lu



©Cornelia Pasquino & Anke Mössner 2015


Montag, 30. März 2015

NEW YORK - the city that never sleeps

Liebe Luisa,

diesmal schreibe ich Dir erst nach meiner Rückkehr. Es war wieder so weit, ich durfte wieder mit einer Düsenmama verreisen und stell Dir vor, wohin es diesmal ging. Ich bin nach New York geflogen. New York, Luisa, weißt Du, die Weltmetropole, die mit mehr als acht Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Stadt der Vereinigten Staaten von Amerika ist, gelegen an der Ostküste. Mensch Luisa, ich war ja so aufgeregt!  
    
Glücklicherweise durfte ich wieder in der Business Class fliegen. Denn meine Düsenmama Simone war die Galleymaus in der Business Class. Weißt Du, das ist die Flugbegleiterin, die in der Bordküche alles für die Passagiere vorbereitet, die Essen warm macht und alles schön auf den Servierwagen herrichtet. Sie hat auch für mich etwas Leckeres gekocht. Mit Trüffel gefüllte Ravioli. Luisa, Du magst es vielleicht nicht glauben, aber die waren richtig lecker.


Die Düsenmama hat dann den Kapitän gefragt, ob ich vielleicht im Cockpit landen dürfte. Und ich durfte!!! 

Wow das war ja so spannend. Von da vorn hat man ja eine ganz andere Aussicht, als aus dem Fenster eines normalen Passagiersitzes. 

Ich hatte gehofft, nun schon von oben die atemberaubende Skyline von Manhattan, dem wohl bekanntesten Stadtteil New Yorks, bewundern zu können. Nur leider waren das Wetter und die Sicht so schlecht, dass man kaum etwas erkennen konnte. 


Sicher auf dem Flughafen John F. Kennedy (John F. Kennedy war einmal der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika) gelandet, war ich dann aber mal richtig baff. 

Komme ich doch gerade aus der Sonne Südafrikas, Singapurs und Miami, schneit es doch hier glatt noch einmal. Und ich dachte der Winter sei vorbei!?! Brrr, so langsam mag ich keinen Winter mehr. Bin so froh, wenn das Wetter wieder schön ist und ich mein Winterfell gegen ein Sommerfell wechseln werde. 

Dir geht es bestimmt genauso. 

Nach einer ziemlich langen Crewbusfahrt  nach Brooklyn, das ist der Stadtteil New Yorks, in dem unser Hotel liegt, haben die Düsenmama und ich beschlossen, dass wir es uns auf dem Bett bequem machen und ein bisschen fernsehen.  

Ich hatte nämlich auch ein wenig Halsweh (vielleicht kam das vom Temperatursturz) und so haben wir uns nur noch schnell Sushi zum Essen geholt und dies ganz genüsslich gegessen.

Am nächsten Morgen sind wir dann gemeinsam mit ein paar Kolleginnen und einem sehr netten Kollegen durch die Straßen Richtung Wasser, und damit meine ich den East River, gelaufen. Sieh mal die noch verschneiten Bäume! 


Am Wasser angekommen, hatte ich dann einen schönen Blick auf die Freiheitsstatute. 

Die Freiheitsstatue steht im New Yorker Hafen auf Liberty Island und ist eine bronzierte Figur, die mit der rechten Hand eine vergoldete Fackel hoch hält und in der linken Hand hat sie eine Tafel auf der das Datum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung steht. Daher auch der Name.
Sie ist 93 Meter hoch und zählt somit zu den höchsten Statuen der Welt.


Und nicht nur die Freiheitsstatue sondern auch die vielen Hochhäuser, die sogenannte Skyline, Manhattans konnte ich prima sehen. Unglaublich, wie viele Wolkenkratzer sich da aneinanderreihen.

Eines davon, das höchste der Vereinigten Staaten und das vierthöchste der ganzen Welt, ist das One World Trade Center. Es ist unglaubliche 541,3 Meter hoch. Luisa, da wird einem doch ganz schwindelig oder?!

Wir sind dann noch weiter entlang am Wasser Richtung Brooklyn Bridge gelaufen. Das ist eine Hängebrücke über den East River, die die Stadtteile Brooklyn und Manhattan miteinander verbindet. Sie wurde bereits im Jahr 1883 fertiggestellt, ist also schon richtig alt und wird sowohl von Autos, Fussgängern als auch Zügen genutzt.

Dann haben wir uns erst einmal ein Taxi genommen. Lustig, Taxen nennt man hier, Yellow Cabs. Und weißt du warum? „Yellow“ heißt auf Deutsch übersetzt „gelb“. Und gelb ist eben die Farbe der Taxen. 

Man stellt sich einfach an den Straßenrand, winkt, und schwups, schon hält eines an und man sagt, wohin man fahren will. 

Wir fuhren nach SOHO, das ist die Abkürzung von „South of Houston“ und ist der Teil Manhattans, der südlich der Houston Street liegt. Dort waren wir im sehr bekannten Restaurant Balthazar zum Frühstück. 


Also mal ganz ehrlich, inzwischen hatte ich auch wirklich einen Bärenhunger! Zuerst einmal habe ich mir diesen wahnsinnig cremigen und leckeren Cappuccino bestellt und das wunderschöne Ambiente und die Bar bewundert. 

Ich hatte ja auch gehofft, den oder die eine(n) oder andere(n) Prominente(n) zu treffen, aber leider war diesmal keine(r) da.

Nach einer ordentlichen Portion Joghurt mit Granola und Früchten, das war übrigens

verdammt teuer, sind wir dann noch etwas den Broadway entlang geschlendert. Auch die Sonne ließ sich inzwischen blicken.


Der Broadway ist eine der wichtigsten Straßen New Yorks, an dem sich am Times Square das Theater District befindet, das heißt, dort gibt es ganz viele Theater, die weltbekannte Musicals wie „König der Löwen“ spielen. Das würde ich mir gerne mal ansehen!

Leider wurde es meiner Düsenmama Simone dann so übel, dass wir beschlossen haben, mit dem Taxi wieder über die Brooklyn Bridge zurück zum Hotel zu fahren. 

Das war zwar wirklich besser so, denn sie wurde noch richtig krank aber trotzdem sehr schade, denn New York bietet noch so viel zu sehen, dass ich mir gerne noch mehr angeschaut hätte. 

Düsenmama Simone tröstete mich aber und meinte, dass entweder sie oder eine andere Mama mich bestimmt noch einmal mitnehmen wird zum Big Apple, das ist der Spitzname New Yorks und bedeutet übersetzt „Großer Apfel“. 

Ja, Luisa, ich möchte unbedingt wiederkommen. Mir den Times Square, das Empire State Building, das Rockefeller Center, den Central Park, das Metropolitan Museum of Art oder auch das Museum of Modern Art und und und ... ansehen! Diese Stadt ist einfach gigantisch, das konnte ich ja bereits im Anflug auf New York sehen.

Fühl Dich gedrückt und ein dickes Bärenbussi für Dich, liebe Luisa!

Dein
  dein Lu

©Simone Gschiel & Anke Mössner 2015