Lu Düsenbär

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Dienstag, 17. April 2018

Lu Düsenbär erlebt sein erstes Kirschblütenfest in Osaka

Liebe Louisa,

ich war wieder fliegen! Jaaa, endlich, ich habe es so vermisst, die Welt zu bereisen, Fliegerluft zu schnuppern, ferne und nahe Länder zu entdecken und meine Uniform wieder anzuziehen! Als ich so in der Galley saß, musst ich die ganze Zeit an das Lied von Marius Müller Westernhagen denken und habe : Ich bin wieder hier, in meinem Revier, war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt gesungen, weil ich soooo glücklich war. Ich glaube, das ist den anderen nach einer Zeit ganz schön auf den Geist gegangen, aber ich konnte einfach nicht anders. 



Mein erster Flug ging mit meiner Düsenmutti nach Osaka in Japan und dann auch noch zur schönsten Zeit des Jahres dort! Sakura! Auf deutsch: Kirschblüte. 🌸 Im Frühling blühen in ganz Japan abertausende Kirschbäume, es ist wunderschön. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie unglaublich schön das aussieht. Überall Blüten, von weiß über rosa bis zu pink und dieser Duft! Louisa, du hättest es geliebt! Den Duft kann ich dir leider nicht schicken, aber wir haben viele Bilder gemacht. 

Viele Menschen in Japan ziehen ihre schönsten Kimonos an, um unter den Kirschblüten spazieren zu gehen, Picknicks zu machen und Fotos zu schießen. Aber dazu später mehr, erst einmal mussten wir ja hinfliegen.

Meine Düsenmutti arbeitet am liebsten in der Küche, wo alle Vorbereitungen gemacht werden, ich durfte helfen und habe ganz genau zugesehen. Zur Landung durfte ich ins Cockpit und den Piloten über die Schulter schauen! Ist das nicht cool. Ich hätte da den ganzen Flug sitzen können. Der Chef war so nett. 
Das war ganz schön aufregend und es gibt sogar ein Video davon. Im Hotel sind wir zuerst schlafen gegangen, so ein Nachtflug ist ganz schön anstrengend.

Abends sind wir mit der U-Bahn nur schnell in ein Restaurant gefahren, denn am nächsten Tag ging es früh los nach Kyoto! Kyoto war früher die Hauptstadt und ist heute noch das kulturelle Zentrum Japans. 

Es gibt dort viele wichtige buddhistische Tempel und Shinto-Schreine, der Buddhismus und Shinto sind die am weitesten verbreiteten Religionen in Japan. Ein Schrein ist ein "Schatzhaus", wie eine große Schatztruhe. Da werden wichtige Dinge drin aufbewahrt, die dem jeweiligen Gott gehören.  Es ist, als tauche man in eine andere Welt. Alles ist so anders hier. Die Anlagen sind oft sehr groß und die Gebäude ganz anders, als man sie bei uns kennt. Ich fand sie wunderschön.



 Am nächsten Morgen ging es früh los mit meiner Düsenmutti und ihren Kollegen. Auf nach Kyoto. Dort gibt es die schönsten Kirchblüten.  Im Zug habe ich ganz vorne gesessen und alle Japaner und Japanerinnen fanden mich „kawaii“, das heißt „niedlich“ auf japanisch! 


Unser erster Stop war einer der bekanntesten Shinto-Schreine, er
heißt Fushimi Inari Taisha. Er ist berühmt für seine unzähligen Toriis, das sind die scharlachroten Tore, die den Eingang der Shinto-Schreine markieren. Immer wenn meine Düsenmutti ein Foto von mir machte, tönte es von überall: „Kawaii!!“ Dieses Wort vergesse
ich so schnell nicht. Die vielen Tore sehen wunderschön aus, führen durch Wälder den Berg hinauf an kleinen Schreinen vorbei und wieder hinunter zum Hauptschrein.

Nach dieser Kletterpartie fuhren wir mit dem Zug in die Innenstadt, um uns beim Mittagessen für die Kischblütenwanderung zu stärken. Unterwegs habe ich tolle neue Plüschfreunde kennengelernt und dann kamen wir endlich an unserem Ziel an: Der Philosophenweg!

Er führt entlang eines Flusses, der auf beiden Seiten von hunderten Kirschbäumen gesäumt ist. Man fühlt sich wie in einem Meer aus duftenden Blüten und kann den Frühling so richtig spüren. Und es ist wirklich wunderschön. 
Wenn der Wind ein bisschen stärker bläst und die Blüten von den Bäumen weht und sie in der Luft tanzen lässt, sieht es aus, als würde es schneien – duftender, tanzender,Blütenschnee. Wir waren genau zum richtigen Zeitpunkt dort, die Farben der Kirschblüte sind weiß, zartrosa bis hin zu dunklem pink, nach dem langen Winter macht das richtig gute Laune! Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Farben bei Kirschblüten gibt. 

Und dazu die hübschen Kimonos der japanischen Frauen, die habe ich sehr bewundert und durfte mit einigen auch ein Bild machen!
Guck mal wie schön die sind. Eine sah aus, als hätte sie unzählig Kirschbüten auf ihrem Kimono. Den fand ich wunderschön oder wie die Japaner sagen: Kawaii!

Unsere kleine Gruppe konnte sich garnicht satt sehen und so spazierten wir langsam den Fluss hinunter, haben ganz viele Fotos gemacht und uns in ein Café am Flussufer gesetzt. 

Als die Sonne langsam unterging wurde es Zeit nach Osaka zurückzukehren. Wir sind soooo viel gelaufen an diesem Frühlingstag, dass allen die Füße weh taten! Hatte ich ein Glück, daß meine Düsenmutti mich die meiste Zeit getragen hat. Ich saß gemütlich in der Seitentasche des Rucksacks und habe alle Eindrücke dieses wunderbaren Lands aufgesaugt. 

Zurück in Osaka sind wir nach einem schnellen Abendessen schlafen gegangen. Ich war auch ganz schön müde. So viele neue Eindrücke. Die ganze Nacht habe ich von den schönen Kirschblüten geträumt und den wundervollen Duft in der Nase gehabt.

Am nächsten Morgen ging es für uns schon sehr früh zum Flughafen, um wieder nach Hause zu fliegen! Ich wäre gerne noch länger hier geblieben. Das Land und die Menschen sind so faszinierend. Hoffentlich komme ich bald wieder hier hin.

Auf dem Heimflug durfte ich einem japanischen Ehepaar ein Geschenk überreichen! Meine Düsenmutti hatte mitbekommen, dass die beiden an diesem Tag vor 50 Jahren heirateten und somit auf unserem Flug ihre goldene Hochzeit feierten!Kannst du dir das vorstellen? 50 Jahre verheiratet, unglaublich. Ich kenne keinen,der so lange verheiratet ist. Sie waren sehr nett und haben sich richtig gefreut.

An Bord gibt es für solche Anlässe eine Sofortbildkamera und so gibt es jetzt ein Bild von mir und den beiden als Erinnerung. Meine Düsenmutti hat auch noch ein paar dieser Sofortbilder mit mir gemacht. Und schwuppdiwupp war unser Flug auch schon wieder zu Ende.

Es war wie immer viel zu kurz, aber ich freue mich jetzt auf mein nächstes Abenteuer und wohne in der Zwischenzeit am Crew Check-in, wo ich bestens umsorgt werde. Die haben sich auch so gefreut, dass ich wieder fliegen und da warte ich dann, bis es wieder heißt: „Lu Düsenbär, prepare for departure!“

So liebe Louisa, das war mein erster Brief nach so langer Zeit. Du wirst jetzt wieder viele schöne Abenteuer mit mir erleben.

Hab dich lieb, dein Bruder

Lu
















copyright: Sidonie Schmitt und Anke Mössner 2018

Montag, 9. März 2015

Ein Afrikanische Sprichwort sagt - Ein Floh kann einem Löwen mehr zu schaffen machen als ein Löwe einem Floh

Jambo liebe Luisa,

so sagt man hier Hallo. Wo? fragst du? Na warte ab, ich erzähle es dir. 

So, los geht es :-)

Ich kann dir sagen, heute ging es mit meiner Düsenmutti Sybille nach Johannesburg. Das liegt  in Südafrika, ganz an der südlichen Spitze des Kontinents Afrika. 

Meine allererste Reise auf diesen Kontinent. Er grenzt an den indischen und atlantischen Ozean. 

Johannesburg selber liegt aber im Inneren des Landes. Hier leben über 900.000 Menschen. 

Im Moment  ist hier gerade Sommer, obwohl bei uns doch noch Winter ist :-) Also habe ich meine Badehose eingepackt und die Sonnenbrille. 

Hier ist es nur eine Stunde später als zu Hause bei uns in Deutschland. Weißt du Luisa, wenn man nach Westen oder Osten fliegt, dann durchfliegt man viel mehr Zeitzonen. 

Wenn man nach Süden oder Norden fliegt, bleibt sie fast gleich. Das fand ich sehr interessant. Bis jetzt haben mich meine Reisen ja immer nach Asien oder Amerika gebracht. Da war der Zeitunterschied ganz groß. 

Es hat mich überrascht, dass das nach Afrika nicht so war. Am Ankunftstag sind wir nach 10 Stunden Flugzeit in der First Class, weil da arbeitet meine Düsenmutti die ich diesmal begleitet habe oft, erst mal Schlafen gegangen. 
Das war dann eher wie ein Mittagsschlaf für kleine Kinder, hat aber trotzdem gut getan. Nur nicht Mama verraten, sonst hat sie wieder dieses Grinsen auf dem Gesicht. 





Danach haben wir die Wärme genossen und sind einen grünen Smoothie (da machen die alles rein was an grünem Gemüse und Obst so in der Küche ist) und einen Kaffee in der Sonne auf der Terrasse des Dopio Zero trinken gegangen. 


Guck mal, die malen hier in den Milchschaum. Das möchte ich auch können. Sieht schön aus, oder?

Ich war ganz schön froh meine Sonnenbrille dabei zu haben.  Die habe ich hier wirklich gebraucht. Ich hatte das Gefühl, dass die Sonne hier viel stärker und heller scheint, als bei uns zu Hause. 

Abends waren wir dann Steak essen im Katzy´s auf der Terrasse. Mit gaaanz vielen Kollegen und Kolleginnen. Denn nach Johannesburg fliegt die A 380 und da passen gaaaanz viele Menschen rein, wie du weißt und deshalb fliegen da über 20 Leute in der Crew mit, um aufzupassen. 

Ich finde das immer sehr schön. Das ist so ein bisschen, wie bei unseren Familienfeiern zu Hause. Man erzählt ganz viel, lacht, isst gut und bleibt lange sitzen. So gemütlich.

Ein paar haben danach noch zur Live-Band das Tanzbein geschwungen. Meine DüMu und ich waren aber k.o. Bin ja kein Tanzbär. Wir sind lieber erst einmal schlafen gegangen.   

Johannesburg liegt über 1700 Meter über dem Meeresspiegel. Frankfurt liegt nur ca.100 m über dem Meeresspiegel. Man kommt sich also hier ein bisschen vor wie in den Alpen. Das macht sehr müde! Der Sauerstoffgehalt in der Luft ist geringer. Da merkt man Anstrengungen schon viel schneller und man kommt auch schneller aus der Puste. 

Am nächsten Tag haben wir das schöne Wetter genossen und es uns am Pool gut gehen lassen. Meine Düsenmutti hat erzählt, dass man hier auch echte Löwen, Elefanten, Giraffen und andere Tiere sehen kann.


Schau mal, sie hat mir sogar Fotos mitgebracht. Diesmal konnten wir diesen Ausflug leider nicht machen, aber sie hat mir alles ganz genau erzählt und ich konnte mir das so richtig gut vorstellen.  



Ganz ehrlich Luisa, ich war auch ein klein wenig froh, dass wir da nicht hin gefahren sind. Ich glaube ich hätte Angst gehabt und wäre gar nicht aus dem Auto gestiegen. Das ist nicht wie bei uns im Zoo. 


Die Tiere leben hier in freier Wildbahn oder Reservaten und laufen einfach so rum. So wie die Rehe bei uns im Wald. Stell dir mal vor, ich kleiner Bär würde auf einmal einem riesigen Elefanten oder Löwen gegenüber stehen. Uahhhhh, ich glaube ich hätte riesige Angst. 


Sie sind nach Ukutala gefahren. Das ist eine Aufzuchtstation die ca. eine Stunde von Johannesburg

entfernt liegt. Da kann man richtige Löwen sehen. Das hätte ich mich nicht getraut! 

Die hätten mich sicherlich einfach mit einem Haps aufgegessen! Aber die Bilder fand ich toll. Schau nur, was selbst die kleinen Löwenbabies schon für riesige Tatzen haben.

Am Abend waren wir im Local Grill essen. Hier servieren sie Fleisch von freilaufenden Weidekühen und auch von welchen, die mit Mais und Getreide gefüttert werden. Das Fleisch schmeckt dann anders. Hätte ich nicht gedacht, dass man das schmecken kann. 





Wir durften uns die Reifekammer anschauen. Das war mir ebenfalls neu. Das Fleisch reift dort auf verschiedene Weisen, trocken oder nass und über verschiedene Zeiträume. Man kann auf der Tafel sehen, wie lange das Fleisch gereift ist. 


Es bekommt dann einen ganz eigenen intensiven Geschmack. Fast wie beim Käse oder Wein. Je länger es gereift ist, desto teurer wird das Fleisch und desto mehr Geschmacksnuancen entwickelt es.




Wusstest du, dass das Rindfleisch reifen kann?  Wieder etwas dazu gelernt. 



Ich freue mich schon auf das nächstes Mal, da machen wir bei Heinz einen Grillkurs . Hätte ich am liebsten heute schon gemacht. Dann hätte ich mit Papa richtig toll im Garten grillen können. 



Heinz möchte uns dann zeigen, wie man auf Himalaya Salzblöcken und Holz aus Weinfässern Fleisch grillen kann. Das wirkt sich auch noch einmal auf den Geschmack vom Fleisch aus. 


Was man so alles lernt auf Reisen. Heinz arbeitet schon seit einem Jahr im Restaurant Local Grill und ist Schweizer. Nach der Führung und dem guten Esse  gab es dann noch einen leckeren Schnaps für alle Erwachsenen. Ich sag dir Luisa, die Redewendung „Reisen bildet“ stimmt.

Am dritten Tag ging es dann leider schon wieder zurück ins kalte Deutschland! Das ist echt verrückt, dass hier auf der südlichen Halbkugel Sommer ist und bei uns noch Winter. 


Luisa, Luisa, Luisa, was ich in so kurzer Zeit alles schon gelernt, gegessen und gesehen habe. Ich glaube das hätte ich in Deutschland im ganzen Leben nicht geschafft. 


Ich weiß gar nicht, was da auf meinen nächsten Reisen noch alles auf mich zu kommt. Aber ich habe festgestellt, ich freue mich immer mehr auf meine nächsten Reisen. Denn ich möchte noch so viel lernen über andere Länder. Das wird mir immer bewusster. 




Ich drücke dich ganz fest und sage, 


Kwa Heri, so sagt man hier „Auf Wiedersehen“, 

dein Lu

©Sybille Dumitrescu & Anke Mössner 2015

Donnerstag, 26. Februar 2015

Yeah, yeah, I'm going to Miami!

My dear little sister!

Welcome to Miami!


Steht da nach der Gepäckausgabe in riesigen Buchstaben zu lesen. Hier sind wir nun. Miami im Sunshine State Florida! Nach 9:55 anstrengenden Stunden, wie meine Düsenmutti mir eben erzählt hat. 


Es war ein Tagesflug nach Miami. Das heißt, dass man morgens früh am Abflugort wegfliegt, meist von Osten in Richtung Westen und landet noch im Hellen an seinem Zielort. Dort muss man die Uhr dann zurückstellen. 

Hier in Miami war es bei unserer Landung 14.48 Ortszeit, zu Hause in Deutschland war es aber schon 6 Stunden später, also fast 21Uhr abends. Je weiter man sich von Osten nach Westen bewegt, umso mehr Stunden muss man die Uhr verstellen. Hier an der Ostküste der USA sind es -6 Stunden, an der Westküste -9 Stunden zur deutschen Zeit. 

Und da es jetzt für die innere Uhr Abend ist werden die Passagiere auch jetzt erst müde. 
Sie waren wahrscheinlich bis auf kleine Nickerchen den ganzen Flug über wach und das ist auch der Grund warum solche Tagesflüge so anstrengend sind. Die Flugbegleiter sind andauernd auf den Füßen. Es ist immer etwas los und es gibt immer etwas zu tun.

2 Stunden nach unserer Landung sind wir dann endlich in unserem Hotel angekommen. Meine Düsenmutti meint, dass sie erst einmal duschen geht. Dann wollen wir für die Kinder von der Düsenmutti ganz spezielle Cornflakes kaufen gehen, in einem nahegelegenen Supermarkt. Auf dem Weg dorthin will sie mir etwas zeigen, hat sie gesagt. Ich bin gespannt.

Doch zuerst bleibt mir die Spucke weg, als ich das Badezimmer in unserem Zimmer sehe.

Es gibt eine riesige begehbare Dusche mit Regenbrause. Meine Düsenmutti sagt, dass sich das so anfühlt wie wenn man im Sommer draußen durch den Regen springt. 

Das haben wir auch schon lange nicht mehr gemacht, Luisa. Ich dusche heute nicht, ich will ja noch ins Meer oder wenigstens in den traumhaften Pool und danach habe ich mir vorgenommen in die Badewanne zu springen. 

Stell dir vor, Luisa, man kann in unserem Hotelzimmer die Wand zwischen Bad und Schlafbereich durch 2 Türen aufklappen und dann in der Badewanne liegend das Meer in der Ferne sehen. Ist das nicht traumhaft? 

Auf dem Weg zum Supermarkt kommen wir an einem Kanal vorbei. Hier in Florida gibt es wohl viele davon, weil die Menschen, die hier leben gerne auf dem Wasser sind und somit viele direkt hinter ihrem Haus ihr Motorboot oder ihre Segeljacht liegen haben. 

Quelle: florida-manatee-kings-bay-615.jpg
Was mir meine Düsenmutti aber in diesem Zusammenhang zeigen wollte ist dieses Schild. 

Es gibt hier in Florida nämlich Wassertiere, die Manatees heißen. Ein Manatee sieht so witzig aus, Louisa! Gesehen haben wir leider keines, aber die Düsenmutti hat mir dieses Bild hier gezeigt.

Sie essen ausschließlich Grünzeug, sind also Vegetarier...  Und diese Manatees oder auch Rundschwanzseekühe leben vorwiegend in warmen Gewässern, wie zum Beispiel den Kanälen rund um Miami. 

Das große Problem das die Tiere haben, ist Folgendes. Sie schwimmen wegen der höheren Wassertemperatur immer recht weit oben und die Motorbootschrauben können die armen Tiere fürchterlich verletzen.

Aus diesem Grund gibt es dieses Geschwindigkeitslimit in den Kanälen. Damit der Bootsführer die Tiere während der Fahrt bei geringer Geschwindigkeit noch erkennen und ihnen ausweichen kann. 

Good morning Luisa!

Stell Dir vor, die Sonne scheint und wir haben einen stahlblauen Himmel! Ich freue mich auf den Strand und das Meer und kann es kaum erwarten, endlich in die Umhängetasche zu schlüpfen! Vorher müssen wir uns aber noch mit Sonnenschutz einsprühen! 

Meine Düsemutti hat gestern in dem riesigen Supermarkt extra ein Schutzspray gekauft, das keinen Ölfilm auf Haut und Fell hinterlässt. 

Ich hätte gedacht, den einen Tag in der Sonne würde es schon ohne Sonnenschutz gehen. Aber die Düsenmutti sagt, die Haut verzeiht einem keinen Sonnenbrand. Also wird gecremt, in unserem Fall gesprüht, das ist einfacher. So bin ich gut geschützt, für die warme Sonne in Miami.

Natürlich haben wir auch die speziellen Cornflakes gekauft. Es sind Marshmellows darin und ich muss sagen, die Tochter der Düsenmutti hat einen guten Geschmack, mmh lecker!

Ich werde dir eine Packung mitbringen. Die werden dir schmecken, da bin ich ganz sicher.



Dann endlich geht es los, runter zum Strand. Luisa, das kannst du dir nicht vorstellen. Es war soooo schön! 

Das Meer schimmerte in blau und türkis. Wir beide hatten den Strand fast für uns alleine. 

Nur die Rettungsschwimmer auf ihren Rettungstürmen waren schon am Arbeiten. Sie überwachen den Strand und das Meer, sodass nichts passiert. Und sollte doch einmal jemand in Not geraten, spurten sie los, stürzen sich ins Wasser und retten so vielen Menschen das Leben. 

Heute wehte die gelbe Fahne am Rettungsturm im Wind. Das bedeutet, dass es in Ordnung ist ins Wasser zu gehen, man aber dennoch auf die Strömung aufpassen soll. Da wir beide ja immer noch nicht unser Seepferdchen gemacht haben Luisa, habe ich mich dazu en schieden, nur meine Tatzen ins Wasser zu halten. 

Das Risiko auf das Meer hinausgetragen zu werden, wollte ich dann doch nicht eingehen. Schau dir das Strömungsbild mal genauer an. Wenn mir so etwas passieren würde, ich weiß nicht, ob ich da entkommen könnte... Aber sollte einem mal so etwas passieren, gibt es immer noch die Rettungsschwimmer, die auf die Strandbesucher aufpassen. 

Wir haben dann lieber einen ausgedehnten Spaziergang gemacht und viele schöne Muscheln gefunden. Es waren auch 2 mit Loch dabei. Ich dachte, die fädeln wir uns auf und können sie dann als Halskette tragen. Was meinst du? 

Vom Spaziergang waren wir so erschöpft, dass wir uns ein bisschen am Strand hingelegt haben. Diese Siesta wurden dann aber jäh unterbrochen, als eine Möwe versuchte unsere schönen Muscheln zu schnappen. Unglaublich! 

Schau, die Düsenmutti konnte von dem Bösewicht gerade noch ein Foto machen. 

Viel zu schnell mussten wir uns vom Strand und der Sonne wieder verabschieden. Aber die Arbeit der Düsenmuttis ist es nun einmal Passagiere im Flugzeug zu betreuen und nicht, tagelang faul in der Sonne zu liegen.

Viel zu schnell mussten wir uns vom Strand und der Sonne wieder verabschieden. Aber die Arbeit der Düsenmuttis ist es nun einmal, Passagiere im Flugzeug zu betreuen und nicht, tage lang faul in der Sonne zu liegen.

Fertig bin ich aber noch nicht mit meiner Geschichte, Luisa. Die Düsenmutti hat mir auf dem Rückflug nämlich noch die Treppen im Flugzeug gezeigt. Diese Treppen verbinden sowohl ganz vorne, als auch ganz hinten das Main Deck. 

So heißt das Untere- oder auch Hauptdeck des A 380 mit dem Upperdeck, also dem oberen Stock. 

Oben sind die Sitze der First und auch der Business Class und unten sind ganz, ganz viel Reihen Economy Class Plätze. 

Ich hatte das Gefühl es nimmt gar kein Ende. Schau mal, hier sitze ich auf der schönen vorderen Treppe. Lange durfte ich da aber nicht bleiben, da diese Treppe eigentlich gar nicht benutzt werden soll. Man muss hier auch ganz besonders leise sein, denn hinter dem Vorhang oben befindet sich schon die First Class. 

Und da diese Gäste super duper viele Jahre Taschengeld für diesen einen Flug bezahlen, verdienen sie es natürlich auch, dass sie in Ruhe schlafen dürfen. Leise sind die Düsenmuttis und ihre Kollegen auch in allen anderen Klassen während eines Nachtfluges, da ja alle Passagiere ein Recht auf einen erholsamen Schlaf haben.... also PSSST! 

Wir sind ganz leise durch die ganze Economy Klasse gehuscht und an der hinteren Treppe angekommen. Dort versperrt mir ein Türgitter den Zugang zum oberen Deck. 

Das ist die Absturzsicherung, sagt mir die Düsenmutti. Das wird nur für Start und Landung geöffnet und natürlich dann, wenn ein Flugbegleiter das Deck wechseln muss. Sonst ist sie verschlossen und soll - wie der Name schon sagt - verhindern, dass jemand die Treppe herunterpurzelt.

Wow, wieder einmal ganz schön viel gesehen und erfahren. 

Ich dachte, ich hätte schon viel gelernt. Aber ich glaube, es gibt noch viel mehr da draußen…

Ich lege mich jetzt hin, meine liebe kleine Luisa. Morgen früh landen wir zeitig in Frankfurt und wer weiß, wohin meine Reise dann gehen wird… 

Schlaf auch du wohlig und warm in unserem Zimmer! Vielleicht solltest du Mama fragen, ob sie dir eine Weltkarte aufhängen kann. Dann könnest du überall dort, wo ich schon war eine kleine Fahne reinstecken...

Ich habe es mal in meine eingezeichnet. Schau hier. 

Ich bin schon 105.000 km geflogen. Das ist 2,6 x um die Erde. Wahnsinn, oder?




I love U Sis,

your big brother Lu

©Anke Mössner &Tina Wrage 2015 all rights reserved

Dienstag, 24. Februar 2015

Jetzt habe ich auch Fieber - Reisefieber

Meine allerliebste Schwester,


es ist etwas ganz Schreckliches passiert! Ich habe mich infiziert! Ich habe Fieber! Nicht was du jetzt denkst mit Temperatur und so. Auch nicht die bösen Viren und Bakterien vor denen Mama uns immer warnt, die auch der Grund sind, warum wir uns regelmäßig die Hände waschen müssen. 

Nein, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht. Es ist so, die Düsenmuttis haben mich angesteckt. Es ist auch keine richtige Krankheit, es ist mehr so ein Gefühl, das von Herzen kommt. Nennt sich aber dennoch Fieber, genauer gesagt Reisefieber. Manche Menschen werden reisekrank, das ist dann aber wiederum etwas anderes. 

Das Reisefieber entfacht in einem die Lust auf Neues aus dieser Welt. Neue Menschen mit vielen verschiedenen Charaktereigenschaften in vielen fremden Ländern kennen zu lernen. Zu sehen wie diese Menschen da so Leben, arbeiten und auf Ihre Art glücklich sind. 

Glück, so denke ich, kann nämlich für jeden von uns anders aussehen. Darum bin ich im Moment trotz dieser Krankheit, die mich die letzten Tage eingeholt hat, sehr glücklich, da ich mit vielen netten Menschen durch die Luft fliegen darf. Dann auch noch auf einem anderem Kontinenten (es gibt im Übrigen 7 davon) Auszugsteigen und zu sehen, wie groß und schön die Welt ist, dass ist im Moment mein ganz persönliches Glück. 

Du wirst wohl eher traurig sein, da du zu Hause sitzt und auf mich wartest. Ich hoffe aber, dass jedes Mal, wenn ich Dir schreibe, du auch ein wenig glücklich bist. Denn dann ist auch der Teil in meinem Herzen, in dem du wohnst so schön wohlig und warm, weil ich weiß, dass du dich mit mir freust... 

Und wer weiß, vielleicht passiert es irgendwann einmal, dass wir gemeinsam auf große Reise gehen... Und dann nehme ich dich an der Hand, so wie die Düsenmuttis mich jetzt und kann dir, als alter Hase, alles zeigen und erklären. 

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Europa
Apropos erklären! Zu den Kontinenten oder auch Erdteilen wollte ich Dir noch sagen, dass wir in Deutschland auf dem Kontinent Europa leben. Europa besteht aus 40 Einzelstaaten, in denen mehr als 100 Sprachen gesprochen werden.

Ich bin schon ganz gespannt, diese Länder zu bereisen. Viele unterschiedliche Völker, Kulturen und Landschaften werde ich zu sehen bekommen. Dann gibt es da noch die Kontinente.





Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Antarktika

Antarktis - die Antarktis liegt am Südpol, das ist wenn man auf eine Weltkarte schaut ganz unten. 

Es gibt dort fast nur Eis. Auf den Eisbergen und Eisschollen leben viele Pinguine und Robben, und im Wasser schwimmen viele Wale.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Afrika
Afrika – Afrika so sagt die Düsenmutti ist der wärmste Kontinent, weil es direkt am Äquator liegt. 

Dort gibt es riesige Wüstengebiete. Viele wilde Tiere leben dort. Unter anderem auch die BIG FIVE. 

Dazu gehören der afrikanische Elefant, das Nashorn, der afrikanische Büffel, der Löwe und der Leopard. Diese 5 Tiere sind wohl die beliebtesten Tiere auf einer Safari. Eine Safari möchte ich auch einmal machen. Luisa, stell dir vor, ich treffe so ein riesiges Tier wie einen Elefanten- mir schlottern jetzt schon die Knie.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Amerika
Amerika – der Kontinent Amerika setzt sich aus Nordamerika, dass ich die letzten Tage viel bereist habe, und Südamerika zusammen. 

Es gibt viele verschiedene Landschaftsbilder auf diesem Kontinent. Fast alle Klimazonen der Erde sind hier vereint. 

Die Düsenmutti sagt, wenn ich das nächste Mal einen langen Flug mit ihr habe wird sie mir mehr darüber erzählen. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Amerika
Asien – Asien ist der größte aller Erdteile. 

Und In Asien, genauer gesagt im riesigen Himalaja Gebirge gibt es den höchsten Berg auf dieser Erde. Den Mount Everest. Er ist 8848m hoch und stell Dir vor Luisa, es gibt Menschen die dort hinauf hochsteigen. Unglaublich!

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ozeanien
Australien oder Ozeanien – Australien ist der kleinste und flachste Kontinent. 

Es ist wie eine riesige Insel im Meer. In Australien leben Verwandte von uns, die Koala Bären. Außerdem gibt es dort auch noch die Kängurus. 

Erinnerst du dich Luisa, dass sind die lustigen Tiere, die immer hüpfen und ihre Babys im Beutel vor dem Bauch mit sich tragen.

Ich glaube, ich werde auch bald in den Genuss kommen diesen Kontinent zu bereisen. Eine andere Düsenmutti wird mich dorthin mit in Urlaub nehmen. Ich bin schon so gespannt, vielleicht darf ich dann auch in einem Bauchbeutel reisen...

Stell Dir vor, es gibt auch eine Stadt, die auf 2 Kontinenten liegt- es ist die türkische Stadt Istanbul - dort möchte ich auch bald einmal hin. Mal schauen, welche Düsenmuttis mich auf diesen Umlauf mitnehmen wird. 


Mit Umlauf meinen die Düsenmuttis die Zeit in der sie vom Abflug von ihrer Home Base bis zur Rückkehr unterwegs sind. 
Bei einem Langstrecken Umlauf sind das meist nur ein Hin- und ein Rückflug, wohingegen bei einem Kurzstrecken-Umlauf, der sich über 2-5 Tage hinziehen kann. Pro Tag kann dann  auch gerne bis zu fünf mal gestartet und gelandet werden. Aber das wird mir dann bestimmt eine andere Düsenmutti genauer erklären.

Wie du siehst, gibt es noch Einiges zu erkunden... Und aus diesem Grund sitze ich schon wieder im Flieger, einem Airbus A380-800 mit der Registrierung D-AIMB. 
Ich schreibe dir diesen Brief aus 36000 ft Flughöhe mitten über dem Nordatlantik auf dem Weg nach Miami. 

Ich dachte, die Tatzen in den Sand zu strecken und sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen, kann zwischendurch ja nicht schaden...

Bis zu meiner Rückkehr pass bitte auf Dich auf!

In bäriger Erwartung auf den Sunshine State Florida,

Lu


©Anke Mössner & Tina Wrage 2015 all rights reserved








Donnerstag, 12. Februar 2015

Lu Düsenbär der Weltenbummler Praktikant

Hallo, darf ich mich Vorstellen, ich bin Lu.  Zottlig weich, braun, abenteuerlustig und ganze 20 cm groß.

Meine schwarzen Kopfaugen werden in nächster Zeit viele tolle Dinge sehen. Den heute beginnt das größte Abenteuer meines Lebens. Heute werde ich Weltenbummler-Praktikant.


In den nächsten Wochen und Monaten werde ich sehr viele schöne Länder und aufregende Städte bereisen. 

Ich bin unglaublich aufgeregt, weil ich noch nie von zu Hause weg war.  Ein kleines bisschen traurig bin ich auch, denn meine kleine Schwester Luisa kann nicht mit mir kommen. 

Ich habe Luisa versprochen, dass ich ihr ganz viele bunte Fotos schicke und tolle Briefe mit allem was ich unterwegs erlebe. 

Heute geht es los. Ich bin nach Frankfurt gefahren  und dort wird meine Reise starten. 

Damit ich unterwegs nicht so alleine bin und kein Heimweh bekomme, begleitet mich jedes mal eine andere Düsenmutti oder vielleicht sogar ein Düsenvati. Zusammen werde wir immer neue Dinge erleben und viel lernen. Ich freue mich so. 

Gleich geht es los, dann werde ich erfahren, wo meine erste Reise hin geht. Ich bin so unglaublich aufgeregt, ich bin doch noch nie geflogen. 

Folgt meinen Reisen durch die Welt und erlebt alle Abenteuer mit mir. Gemeinsam werden wir viel erleben und viele Dinge entdecken. Ich freue mich darauf.

Ich freue mich über Kommentare zu meinen Geschichten und ob sie euch gefallen.


Euer Weltenbummler-Praktikant
                                                         Lu Düsenbär


©Anke Moessner 2015 all rights reserved

Der Hintergrund zu dieser Seite

Die Idee für Lu den Weltenbummler Praktikant wurde eher aus einem ernsten Hintergrund geboren. 

Bei Mia, der viermonatigen Tochter unserer Flugbegleiterkollegin Crissy, wurde erst vor wenigen Tagen ein orangengroßer Tumor im Bauchraum diagnostiziert. 

Ihre Eltern Crissy und Thorsten sind rund um die Uhr abwechselnd bei ihr im Krankenhaus, um sie zu unterstützen und gleichzeitig das Leben ihres großen Bruders André so normal wie nur irgend möglich weiterlaufen zu lassen. Mia und Andrés Großeltern sind leider bereits verstorben und können daher keine, eigentlich so dringend benötigte, Unterstützung bieten.

Wir sehen unsere Aufgaben darin, sämtliche finanzielle Sorgen, die durch die Erkrankung Mias entstehen können von ihren -sich im finanziellen Aufbau befindenden- Familie zu nehmen (u.a. Gehaltsverluste kompensieren), damit diese ihre ganze Energie alleine auf die Genesung ihrer Tochter und auch auf das Wohlbefinden ihres Sohnes konzentrieren können.

Wir sind fliegende Mütter und Väter und wir stehen geschlossen hinter den Vieren.

Wir freuen uns über Eure Spende an:

Das Spendenkonto ist aufgelöst. Mia geht es gut uns sie hat den Kampf gewonnen.
.
Das Konto wird nur zu diesem Zweck genutzt, alle Erlöse werden komplett an Mia und ihre Eltern weitergeleitet.

So entstand die Idee einen kleinen Bären mit uns auf Reisen zu nehmen, der tolle Fotos von überall auf der Welt macht und in Zukunft wunderschöne Geschichten für Kinder und Erwachsene erzählen wird. 

Er  wird dies in Form von Briefen an seine kleine Schwester Luisa machen, die leider nicht mit ihm die Welt erkunden kann. 

Das Besondere ist, dass er auf jeder Reise von einer anderen Düsenmutti oder Düsenvati begleitet wird und so eine Menge unterschiedlichen Geschichten zu Stande kommen. Die Geschichten die Lu erzählt werden jedesmal von einer anderen Person geschrieben und ich freue mich schon sehr darauf. 

Wir sind alle gespannt, wie sich dieses Projekt entwickeln wird. Es ist eigentlich auf eine begrenzte Zeit geplant. Spätestens Weihnachten soll es eigentlich Enden. Lu & Luisa würden dann zu Mia und Andre ziehen, im Gepäck diese wunderbaren Geschichten und schönen Erinnerungen. 

Auf diese Art werden hoffentlich in nächster Zeit wunderschöne Kindergeschichten hier entstehen, die Kinder mit auf Reisen in die große, weite Welt nehmen.